Delegieren lernen, ohne ständig nachzukontrollieren
Wer jede Aufgabe selbst erledigt, wird zum Engpass für sein Team. So übergibst du eine Aufgabe so, dass sie erledigt wird und nicht wieder bei dir landet.
Delegieren, Prioritäten, die eigene Rolle. Wer andere führt, fängt bei sich an.
Wer andere führt, fängt bei sich an: bei der Entscheidung, was er abgibt, bei der Frage, wofür er Nein sagt, und bei der Rolle, die er gegenüber früheren Kollegen einnimmt. Selbstführung heißt, diese Entscheidungen bewusst zu treffen statt sie dem Tagesgeschäft zu überlassen.
Es ist 19 Uhr, du sitzt noch über der Kalkulation, die eigentlich dein Mitarbeiter machen sollte. Du hast sie ihm gegeben, dann dreimal nachgefragt und am Ende selbst übernommen, weil es schneller ging.
Wer nachkontrolliert, delegiert nicht, er verschiebt nur den Zeitpunkt, an dem er die Arbeit selbst macht. Dahinter steht meist kein Zeitproblem, sondern die Sorge, dass das Ergebnis anders wird als das eigene.
„Ich gebe dir die Kalkulation für das Projekt Nord komplett. Das Ergebnis muss bis Freitag beim Kunden sein, der Weg dorthin ist deiner. Was brauchst du von mir, damit das klappt?“
Wähl eine Aufgabe, die du diese Woche abgibst, mit Ergebnis und Termin, aber ohne Weg. Trag dir den Termin ein, an dem ihr über das Ergebnis sprecht, und frag bis dahin nicht nach.
Aufgaben abgeben und den Weg vorschreiben, Zwischenstände einfordern, die niemand braucht, und Arbeit zurücknehmen, sobald der erste Fehler passiert.
Wer jede Aufgabe selbst erledigt, wird zum Engpass für sein Team. So übergibst du eine Aufgabe so, dass sie erledigt wird und nicht wieder bei dir landet.
Indem du das Ergebnis und den Termin festlegst, nicht den Weg. Vereinbart einen Zeitpunkt, an dem ihr über das Ergebnis sprecht, und halte dich bis dahin zurück. Fehler auf dem Weg gehören zum Lernen dazu.
Mit dem Grund und ohne Entschuldigung: „Das übernehme ich nicht, weil mein Team diese Woche die Abnahme fertig bekommen muss. Ab Montag können wir darüber reden.“ Ein Nein mit Grund wird akzeptiert, ein Nein mit Ausrede nicht.
Indem du die neue Rolle ansprichst, bevor es jemand anderes tut: „Ich bin jetzt in einer anderen Rolle, und ich werde Entscheidungen treffen, die nicht allen gefallen. Ich möchte, dass wir trotzdem offen miteinander reden.“
Leadwords hilft dir, die richtigen Worte zu finden - für deine konkrete Situation.
Kostenlos starten